Do.29.10 bis Di.3.11.
Heimsuchung - Eine Jahrhundertgeschichte
D 26, 120 Min., ab 12

Ein malerisches Grundstück an einem See nahe Berlin, Schauplatz für Geschichten und Lebenswege der wechselnden Besitzer und ihrer Schicksale: In den 1930er Jahren erwirbt ein jüdischer Tuchfabrikant für seine Familie einen Teil des Grund-stücks, muss den Besitz jedoch bald wieder verkaufen. Ein Architekt und seine Frau errichten auf dem benachbarten Teil ein Haus im modernen Stil der Zeit. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs versucht der Architekt sich in Ostberlin zu verwirk-lichen, scheitert jedoch und flieht in den Westen. Das Haus wird einer Schriftstellerin und ihrem Mann übertragen, die die Nazi-Zeit im sowjetischen Exil überlebten. Ihre Enkelin wird dort in den Jahren bis zum Mauerfall ihre Sommer verbringen. Verfilmung des Romans von Jenny Erpenbeck mit u.A. Lars Eidinger, Martina Gedeck, Ulrich Matthes und Angela Winkler.



täglich ausser Mittwoch um 18:00 Uhr
am Dienstag 3.11.
Sneak

Auch diesmal gibt es wieder eine Überraschungsvorpremiere (auch Sneak genannt) bei uns im Haus. Was gegeben wird, bleibt wie immer unser Geheimnis und wie immer wollen wir hinterher wissen, wie der Film angekommen ist, indem wir um Einwurf der Eintrittskarte in das entsprechende Töpfchen bitten. Der Eintritt für die Sneak ist einheitlich 6,- Euro!

am Dienstag 3.11. um 18:00 Uhr
Do.29.10.-Mo.2.11.
Biermann
D 26, Doku, 120 Min., o.Al.

Wolf Biermann hat schon immer polarisiert, bis heute. Die poetische Kraft seiner Lieder hat seit über 60 Jahren für kleine und große politische Beben gesorgt. Und so ist die Musik der Ausgangspunkt, sich der Jahrhundertpersönlichkeit Biermann zu nähern. Die Kamera begleitet den 90-Jährigen bei zahlreichen Treffen mit jungen Künstler.innen, Politiker.innen sowie seiner Familie und setzt die gewonnenen Bilder in eine Collage von Zeitdokumenten, darunter bisher noch nicht veröffentlichte Archiv-Bilder. Es entsteht ein Kaleidoskop eines Lebens in fünf verschiedenen Versionen Deutschlands. Eine einzigartige Biografie. Mit keinem lebenden Künstler ist deutsch-deutsche Geschichte so verbunden wie mit Wolf Biermann.



täglich ausser Dienstag und Mittwoch um 18:15 Uhr
Do.29.10 bis Di.3.11.
Chopin - eine Sonate in Paris
PL 25, 114 Min., ab 12

Paris, 1835. Aufruhr herrscht in Europa. Frédéric Chopin ist 25 und der Star der Stadt. Er gilt als musikalisches Genie, das mit sensibler Virtuosität mehr bewegt als andere mit donnerndem Pathos. Doch hinter dem strahlenden Glanz verbergen sich Schatten: Chopins Gesundheit ist fragil und seine Musik – kühn, raffiniert, poetisch – zeigt eine Seele, die schwermütiger ist, als er offenbart, inspiriert von der Sehnsucht nach seiner polnischen Heimat. Chopin verliebt sich in die Schriftstellerin George Sand, eine unkonventionelle, scharfzüngige und furchtlose Stimme ihrer Zeit. Mit ihr erlebt er kreative Höhenflüge und schmerzhafte Krisen. Doch seine Gesundheit schwindet und die resultierende Abgeschiedenheit schlägt dem Melancholiker aufs Gemüt. Je schwächer sein Körper wird, desto entschlossener wird sein musikalischer Wille. In den späten Nocturnes und Klaviersonaten bündelt Chopin alles, was ihn ausmacht – Sehnsucht, Stolz, Verletzlichkeit und eine künstlerische Freiheit, die ihrer Zeit weit voraus ist.

Vorfilm: Des Sängers Fluch
D 23, 6 Min.
Zwei Sängern gilt es, des Königs steinernes Herz zu rühren... aber es endet in einem Fluch.





täglich ausser Mittwochum 20:30 Uhr MomU( Montag im frz. Original m.UT)
Do.29-10. bis Di. 3.11.
Moscas - Fliegen und andere Gäste
MEX/E 26, 102 Min., ab 6

Olga führt ein streng abgezirkeltes Leben in einem großen Wohnblock in Mexico Stadt, ohne Freundschaften und Beziehungen. Als sie in einer finanzielle Notlage ein Zimmer untervermieten muss, zieht ein Mann vom Land ein, der seine erkrankte Frau im nahegelegenen Hospital unterstützt. Erst spät bemerkt Olga, dass der Mann nachts seinen 9jährigen Sohn mit in die Wohnung schmuggelt. So groß ihre Wut sein mag, sie kann sich dem Charme des Jungen nicht entziehen, der nichts unversucht lässt, um zu seiner Mutter ins Krankenhaus zu gelangen. Olgas Leben beginnt sich auf überraschende Weise mit dem ihrer ungebetenen Gäste zu verflechten, ihre sorgsam kontrollierte Welt verwandelt sich.
Unsere Entdeckung auf der diesjährigen Filmkunstmesse in Leipzig!



täglich ausser Mittwoch um 20:45 Uhr