Do. 04.06. - Di.09.06.
Barock im Film: Vivaldi und ich
I 25, 111 Min., ab 12

Im Venedig des 18. Jahrhunderts wächst die talentierte Violinistin Cecilia (Tecla Insolia) im Ospedale della Pietà auf – einem Heim für verwaiste Mädchen, das die dort lebenden Kinder in das Studium der Musik einführt und dessen Orchester weltweit angesehen ist. Doch mit der Ankunft eines neuen Lehrers bekommt sie erstmals die Chance, der Enge ihres bisherigen Lebens und der Aussicht einer arrangierten Ehe zu entkommen. Antonio Vivaldi (Michele Riondino), der neue Leiter des Orchesters, ermutigt sie, ihren eigenen Weg zu gehen. Vorbei an den strengen gesellschaftlichen Regeln und mit der befreienden Kraft der Musik kämpft Cecilia um ihr Schicksal und ein Leben jenseits vorgezeichneter Rollen. Weibliche Selbstbestimmung, eingebettet in die Kulisse des barocken Venedigs und getragen von der Musik Antonio Vivaldis.

Der preisgekrönte Theater- und Opernregisseur Damiano Michieletto stellt hier unter Beweis, dass er die Magie von Vivaldis Musik auch auf der großen Leinwand zur vollen Wirkung bringen kann.





tägl. ausser Mi. um 18:00 Uhr, MOmU (Montag im ital. Original mit dt. Untertiteln)
Do. 04.06.- Di. 09.06.
Nachbeben
DK 25, 92 min., ab 12

Auf der überlasteten Schlaganfallstation eines Krankenhauses beginnt der Tag für die erfahrene Neurologin Alexandra wie so viele zuvor: zu wenig Personal, zu viele Entscheidungen, ein ständiger Kampf gegen die Uhr. Alexandra arbeitet schnell, präzise, routiniert – eine Ärztin, die gelernt hat, im Ausnahmezustand zu funktionieren. Als der 18-jährige Oliver mit seiner Mutter Camilla die Station betritt, wirkt sein Zustand zunächst unspektakulär. Alexandra stuft seine Symptome als harmlos ein, eine Kollegin äußert leise Zweifel – doch in der Hektik der Station verhallen Warnungen leicht. Oliver wird nach Hause geschickt, doch nur kurze Zeit später bricht er in der Station zusammen ...
Was darauf folgt, ist ein präzise beobachteter, psychologischer Thriller: Eltern suchen Antworten, Kolleg:innen rücken ab, Hierarchien beginnen zu wanken. Und mittendrin Alexandra – konfrontiert mit der Möglichkeit eines folgenschweren Irrtums und den emotionalen Nachwirkungen eines Moments, der ihr Selbstverständnis erschüttert...

Vorfilm: Würdenbewahrerin D 24 8 Min

Esma arbeitet in der Pflege. Als mobile Krankenschwester versorgt sie ihre Patienten zuhause - immer auf dem Sprung zum nächsten Termin. Am Geburtstag ihrer Tochter will Esma rechtzeitig zu Hause sein. Doch dann sieht sie sich mit einer schwierigen Entscheidung konfrontiert.





täglich ausser Mittwoch um 18:15
Do. 04.06. - Di. 09.06.
Der verlorene Mann
D 25, 106 Min., ab 12

Die Künstlerin Hanne (Dagmar Manzel) und der pensionierte Pfarrer Bernd (August Zirner) führen eine glückliche, nach Jahren etwas eingefahrene Ehe, als wie aus dem Nichts Hannes früherer Ehemann Kurt (Harald Krassnitzer) vor ihrer Tür steht. Durch seine Demenzerkrankung kann sich Kurt nicht mehr erinnern, dass er und Hanne bereits seit 20 Jahren geschieden sind. Als das Paar ihn vorübergehend bei sich aufnimmt, kehrt eine verloren geglaubte Leichtigkeit in ihre Ehe zurück. Doch je mehr Zeit vergeht, desto stärker gerät ihr gemeinsames Leben aus den Fugen.

Eine berührende Geschichte über Vergessen und Erinnern, über Liebe und Freundschaft, über das Älterwerden und Jungbleiben, über Abschied und den Mut, neu zu beginnen.

Vorfilm: Meyer D 2011 8 Min.

Mit dem Alter kommt auch Veränderung. Dieser Film erzählt die Geschichte zweier Menschen die verstehen müssen, dass Veränderung ein Prozess ist, den man nicht immer beeinflussen kann.





tägl. ausser Mi. um 20:15 Uhr
Do. 04.06.- Di. 09.06.
Rose
D/AT 26, 94 Min., ab 12

In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf. Schweigsam, schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt. Der Fremde behauptet, Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein, und kann ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinde. Allerdings setzt der Fremde alles daran, hier sein Glück zu finden. Sein Streben nach Anerkennung und Akzeptanz werden aber durch sein Geheimnis erschwert: Unter falscher Identität, unter falschem Namen und unter Vortäuschung eines falschen Geschlechts hat der Soldat seinen Weg in das Dorf genommen. Doch um seine Ziele zu erreichen, wird er auch nicht vor der Unmöglichkeit einer arrangierten Ehe mit der Tochter eines Großbauern zurückschrecken. Denn wer so weit gekommen ist, hält bald alles für möglich.
Sandra Hüller erhielt bei der diesjährigen Berlinale für ihre Arbeit den silbernen Bären als beste Hauptdarstellerin.





täglich ausser Mittwoch um 20:30 Uhr